dguessefeld@dieheimatdelias.deHausmann macht 1921 auch seinen mechanischen Kopf, denGeist unserer Zeit. dieses sei der Geist eines jeden in rudimentärem Zustand (aus der Geist unserer Zeit, 1919 R.H. 1967 in Tendenzen 3/50 mit Erwähnung Mona Lisa. Paraphrasen auf diesen Kopf, Beispiele aus dem Leben gegriffen, konkretisiert, sind Adolf Knoblauch Postkarte (3.März 1921), auch Walden Postkarteund Felixmüller 1920, Abb. Tendenzen 3/50. Alles übertrieben bissige Darstellungen.
Er portraitierte auch Anselm Ruest, Paul Gurk(1918/19 und Salomo Friedlaender (Mynona)(1919)Wußten die Portraitierten von ihren Konterfeis? Fühlten sie sich angegriffen oder gebauchpinselt?Hausmann schreibt in seinem Erinnerungsbuch Am Anfang war Dada über diese Zeit. "Dada war tot, ohne Ruhm noch Staatsbegräbnis. Einfach tot. die Dadaisten fanden sich im Privatleben. Ich erklärte ich zum Anti-Dada und Presentisten und nahm den Kampf auf einer anderen Ebene wieder auf. (S.21)
"Zu dieser Zeit wohnte ich bei Hannah Höch und Schwitters kam uns besuchen. Für ihn war alles, was er dachte, einfach in Taten umzusetzen. Ich hatte mit ihm überlegt, wie und wo unseren Kampf gegen die Dummheit fortzuführen. Berlin kam nicht in Frage, weil Schwitters nicht unter der Nase Herwarth Waldens mit mir zusammen Manifestationen unternehmen konnte. Wir entschlossen uns zu einer Soir´ Merz und Antidada in meinem "Heimatland" in Prag (S.65; Hausmann war seit 1919 tschechischer Staatsbürger, vorher österreicher)"Die Reise nach Prag dauerte 1 Woche mit Aufenthalt in Teplitz-Schönau und Lobositz. Auf dem Rückweg begann Schwitters wieder mit fms und fms und immer wieder fmsbw; es wurde ein bißßchen viel. Dies war der Ausgangspunkt für seine Ursonate. Erst trug Schwitters mein Gedicht im Sturm als Portrait Raoul Hausmann vor. (S.67)Schwitters portraitierte Hausmann auch in seinem Gedicht Rakete. (1)Hausmann schuf 1921 das Bild DadaCino und widmete es Schwitters am 9.4.1921. Er ehrt Freund Schwitters in unelegant/ungelenker Weise, indem er ihm sein "Herz vertraut", weil sich das eben auf "Merz " reimt. Bemerkenswerterweise schenkt er ihm aber nicht sein, sondern vertraut ihm das Herz. Eigentlich vertraut man jemandem ein Geheimnis an. Lieber Kurt Schwitters/Dem Merz/vertraut Dada/ das Herz/Auf ewig Dein!/Dadaraoul Hausmann/ das ist die Offenbarung seiner Seelenlage: Hausmann schüttet Schwitters, den er wenig kannte sein Herz aus: Sieh, Freund Schwitters, in meinem Kopf rumoren der ungeborene und geborene Nachwuchs (Vera und Sohn Himmelblau), New York und meine Dadakollegen, und alle eleganten, männlichen Vorbilder, mit Geld für neue Lederschuhe, obwohl die Inflation tobt. Paris, Amerika, Dada siegt, ja, Dada siegt und danach wird es auch himmelblaue Söhne und gutgeratene Töchter geben. Die Frauenblicken dann vielleicht nicht mehr leidend, sondern junge "Arren", wie die sich flirtend anbietende Schlittschuhläuferin wären in erreichbare Nähe gerückt. Und dieser störende Nebeneffekt, das Schwangerwerden würde sich vielleicht nicht immer wieder so umgehend in erotisches Elend verwandeln."Dada siegt", "Auf ewig Dein verspricht Hausmann dem Merz, das was er auch H.H. versprochen hat, ich werde auf Dich warten, wenn es sein muss bis 1990.(?)Raoul Hausmann stellt 1919 auch seinen Kunstreporter dar .Nicht seinen, weil er keinen hat, sondern eher seine Idealnegativorstellung. Er zeigt in ausgeschnittenen Durchblicken die in Zeitungen fett gedruckten Wortschnipsel: "mlung" und "mmerz" und "ft"


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